Sanitätsdienst auf der Bergkirchweih

Wie in den letzten Jahren trägt der Arbeiter-Samariter-Bund mit seinem Sanitätsdienst zur Sicherheit und dem Gelingen der Erlanger Bergkirchweih bei. Die Hauptwache auf dem Bergkirchweih befindet sich in der Rathsberger Straße Höhe Schützenweg. Dort sind jeden Tag von 10 bis mindestens 23 Uhr unsere Einsatzkräfte vor Ort. Bis 12 Uhr ist ein Team mit zwei Personen, ab 12 Uhr  sind 4 bis 7 Einsatzkräfte und ab 18 Uhr ist dann die Maximalbesetzung mit 9 bis 14 Einsatzkräften im Einsatz, davon auch ein Notarzt. Eine zweite Wache am Martin-Luther-Platz ist in der Zeit von 22 bis 3 Uhr mit 4 Helfern besetzt. 

Zudem stellt die Notfallhilfe noch einen zusätzlichen Rettungswagen, der an der Bergwache stationiert ist, aber im Notfall auch im ganzen Stadtgebiet eingesetzt wird.

Abschlussbilanz des Sanitätsdienstes auf der Bergkirchweih

Der Sanitätsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes versorgte in den letzten 12 Tagen der Bergkirchweih insgesamt 220 Patienten an der Wache an der Bergkirchweih (Bärengarten) und 56 Patienten an der Wache am Martin-Luther-Platz. Diese Zahl entspricht in etwa der Zahl des Vorjahres. Unter der Woche verzeichnete der Sanitätsdienst an der Wache am Bergkirchweihgelände und an der Wache am Martin-Luther-Platz weniger Einsätze als im Vorjahr. Diese Tage verliefen sehr ruhig und es wurden nur wenige schwere Verletzungen versorgt. Im Gegensatz dazu ist ein deutlicher Anstieg der Einsätze des Sanitätsdienstes am Donnerstag des Berganstiches und den beiden Samstagen zu erkennen.

Insgesamt mussten die meisten Patienten aufgrund von Schürf- und Schnittverletzungen behandelt werden. Sehr häufig wurden außerdem Blasenpflaster ausgegeben, da viele Bergbesucher ihre neuen Schuhe zum ersten Mal auf der Bergkirchweih getragen haben. Reine Alkoholvergiftungen sind erst auf Platz drei der Statistik zu finden. Es kann zudem festgestellt werden, dass die Anzahl an Verletzungen durch körperliche Auseinandersetzungen von Besuchern zurückgegangen ist. Dafür wurden mehr Verletzungen, wie Stürze oder Schnittwunden, unter Alkoholeinfluss verzeichnet. Vereinzelt kam es auch zu ein paar schwereren Einsätzen, wie etwa Frakturen, Schädel-Hirn-Trauma, Krampfanfällen oder größeren Schnittwunden, die genäht werden mussten. Die meisten Einsätze fanden in der Zeit ab 17:00 Uhr und 22:00 Uhr an der Bergkirchweih und zwischen 23:00 und 2:00 Uhr am Martin-Luther-Platz statt. Der für die Bergkirchweih bereits im letzten Jahr eingerichtete Einsatzführungsdienst (EFD) hatte dieses Jahr bisher einen Einsatz. Zwei Angestellte kamen hier mit heißem Fett in Kontakt.

Die Wachen an der Bergkirchweih und am Martin-Luther-Platz dienen nicht nur als Versorgungsstation für verletzte Personen, sondern auch als Rettungsinseln für Betroffene von sexueller Gewalt. Insgesamt wurden die Rettungsinseln zweimal in Anspruch genommen.

Während der zweiten Hälfte der Bergkirchweih wurden die Einsatzkräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes von einem Team Geflohener unterstützt. Der ehrenamtliche Einsatz der Geflüchteten wird von allen Einsatzkräften als sehr positiv beschrieben. Obwohl es keinen Einsatz gab, an denen sie als Dolmetscher tätig werden mussten, waren sehr daran interessiert neues im medizinischen Bereich zu lernen. Sie unterstützten tatkräftig die Einsatzkräfte und waren eine Bereicherung für das gesamte Team.