Asylsozialberatung

Die ersten Schritte in Deutschland stellen Menschen mit Fluchthintergrund vor große Herausforderungen. Die Asylsozialberatung unterstützt Geflüchtete dabei, für sich selbst Lösungen zu entwickeln und eine Perspektive zu erarbeiten.

Deutsch-und Integrationskurssuche und Anmeldung, Schul-und Kindergartenanmeldung, Anträge beim Landratsamt, Termine beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, oder die Familie aus dem Kriegsgebiet heraus nach Deutschland holen, und das alles mit Behördengängen und Formularen ausschließlich in deutscher Sprache? Das bürokratische Labyrinth Deutschlands stellt die hier neu angekommenen Menschen mit Fluchthintergrund vor große sprachliche wie auch soziale Herausforderungen.

Aus diesem Grund gibt es die Asylsozialberatung. Seit Juni 2015 unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB die Asylsuchenden für die Dauer des Asylverfahrens in allen Bereichen des Lebens, von Schulanmeldungen und Krankenscheinen bis hin zur Anmeldung für Integrationskurse. Dabei geht es explizit darum, geflüchteten Menschen so beizustehen, dass sie langfristig darin befähigt werden, eigenverantwortlich ihre Angelegenheiten regeln zu können und eine Perspektive für sich zu erarbeiten.

Kerstin Will, Bereichsleitung der Asylsozialberatung und Ehrenamtskoordination, hierzu: „Unsere Arbeit ist immer eine Hilfe zur Selbsthilfe. Wir wissen, dass wir gut gearbeitet haben, wenn uns die Klientinnen und Klienten nicht mehr aufsuchen, weil sie uns nicht mehr brauchen."

Dennoch ist die Verbindung zwischen Sozialberater/innen und Klient/innen eng. „Wir verbringen mit manchen unserer Klient/innen nur ein paar Wochen, andere kommen jedoch Monate und Jahre zu uns, weil sich das Asylverfahren so lange hinzieht. Dabei lernen wir die Menschen gut kennen. Sie erzählen uns eben nicht nur von den Anträgen, die gerade anstehen, sondern auch über ihre Familien im Heimatland oder ihre Fluchtgeschichte. Auch wird Gastfreundschaft in einigen der Herkunftsländer großgeschrieben. Daher werden wir bei Beratungsgesprächen in den Unterkünften auch schon einmal zum Kaffee oder Essen spontan miteingeladen.", so Will.

Zusätzlich hat der ASB mit großzügiger Unterstützung von ADIDAS und der Aktion Mensch das Ehrenamtskoordinationsbüro geschaffen. Seit Dezember 2015 stellen die Koordinatorinnen die Nahtstelle zwischen Haupt-und Ehrenamt. Sie stehen gerne als erste Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und begleiten die gesamte ehrenamtliche Arbeit.