Demenz-WG Haus Wilhelmine

Im Haus Wilhelmine haben zwölf pflegebedürftige und demente Menschen ein neues Zuhause. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Pflegedienstes betreuen, pflegen und versorgen die Mieterinnen und Mieter rund um die Uhr.

In der Wohngemeinschaft findet ein ganz normaler Alltag statt. Eine aktive Lebensgestaltung sowie die Pflege sozialer Kontakte stehen im Vordergrund. Unsere Mieterinnen und Mieter helfen je nach Können z.B. beim Kochen, Backen, Wäsche sortieren und bei der Gartenpflege.

Das Gremium der Selbstbestimmung

Die Wohngemeinschaft Haus Wilhelmine ist kein Pflegeheim, sondern eine Wohnform, die von den Angehörigen bzw. den gesetzlichen Vertretern der Mieter selbst organisiert wird. Die Angehörigen haben in der Wohngemeinschaft besondere Aufgaben. Sie bilden das Gremium der Selbstbestimmung und tragen damit gemeinsam Verantwortung für ihre Angehörigen. Das Gremium trifft sich regelmäßig, um sich auszutauschen und um Anliegen und Bedürfnisse, die das Gemeinschaftsleben in der WG regeln, umzusetzen.

Die Unterschiede zu stationären Einrichtungen:

  • Das Leben in einer familienähnlichen Gemeinschaft.
  • Mieterinnen und Mieter können ihr Einzelzimmer mit eigenen Möbeln nach Wunsch ausstatten.
  • Das Wohnrecht bleibt bis zum Lebensende bestehen.
  • Praktische Kompetenzen werden über eine lange Zeit hinweg erhalten.
  • Die Unterbringung in einem Pflegeheim wird vermieden.
  • Die Lebensqualität wird durch individuelle Berücksichtigung von Tagesabläufen verbessert.
  • Verbleibende Fähigkeiten werden gezielt gefördert.
  • Angehörige und/oder gesetzliche Vertreter entscheiden im Gremium gemeinsam über die Regeln des Zusammenlebens und die Gestaltung des Alltags.

Kostenbeispiel bei Pflegestufe 2 (Stand: Anfang 2016):

  • Kaltmiete plus Nebenkosten: 590 Euro
  • Haushaltsgeld: 310 Euro
  • Pflegebeitrag: 1052 Euro
  • Betreuungspauschale: 50 Euro
  • Gesamtkosten: 2002 Euro

Hauswirtschaftliche Leistungen, Grundpflege und Behandlungspflege werden individuell mit einem Pflegedienst vereinbart und von diesem erbracht. Die Grundpflege wird entsprechend der Pflegestufe mit der Pflegekasse abgerechnet. Kosten werden bei Bedarf vom Sozialhilfeträger übernommen.